Johan Haagedoorn

 

Am 01. Mai 2013 fing für mich das Abenteuer in unserem Hotel an. Nachdem ich 19 Jahre lang im Hotel herumgelaufen und dort aufgewachsen bin, gab es eigentlich kein Halten mehr. Nachdem ich mein Studium beendet hatte, fing ich an, bei meiner Mutter zu arbeiten. Weil ich zu Anfang ziemlich skeptisch war und lieber zuerst bei anderen Betrieben die Kniffe des Berufs kennen lernen wollte, fiel es mir schwer, den Knoten zu durchschlagen.

Während ich auf der Suche nach einem Arbeitsplatz war, fragte meine Mutter mich, ob ich sie vorübergehend unterstützen könnte, als die Stelle eines Nachtrezeptionisten frei war. Letztendlich übernahm ich das, und schon bald hörte ich auf, nach einer anderen Stelle zu suchen, denn mir machte die Arbeit sehr viel Spaß.

Aus einer Nacht pro Woche wurden zwei, zu den zwei Nächten in der Woche kamen bald auch tagsüber Dienste hinzu. Letztendlich arbeitete ich Vollzeit und wir beschlossen, dass ich keine Nachtdienste mehr übernehmen sollte und wir einen anderen Nachtrezeptionisten einstellen würden. Ab dann wurde ich eigentlich zur rechten Hand meiner Mutter, oder wie sie das so schön ausdrückt: ihre Sekretärin.

Derzeit bin ich fast nur im Hintergrund tätig, übernehme viel Verwaltungsarbeit, kleine Reparaturen und andere Unterstützungsarbeiten. Mit dieser Rolle im Hintergrund fühle ich mich auch am wohlsten. Ich bin am liebsten einfach beschäftigt und ständig auf der Suche nach kleineren Verbesserungen, so dass wir Sie bei einem weiteren Besuch hoffentlich aufs Neue überraschen können.

Ich finde, dass wir in den letzten Jahren richtig große Fortschritte gemacht haben und dass wir die familiäre Atmosphäre wieder richtig zu Ehren gebracht haben.

Ich werde regelmäßig gefragt, ob ich es nicht schrecklich finde, mit meiner Mutter und Schwester zusammenzuarbeiten. Aber ich kann Ihnen versichern, dass es nichts Schöneres gibt, als zusammen mit den Menschen, die man liebt, ein tolles Produkt auf die Beine zu stellen. Dazu gehören natürlich auch ordentliche Meinungsverschiedenheiten.

In meiner Freizeit steige ich gerne aufs Fahrrad, und ansonsten liebe ich Spezialbiere.